Yoga Wirkung – Wie & was bewirkt Yoga – kompletter Artikel

Egal ob Anfänger oder Fortgeschritten: Jeder erhofft sich eine Yoga Wirkung voll positiver Effekte auf das eigene Wohlbefinden.

Mit diesem Artikel zeige ich dir sämtliche körperliche, psychische und spirituelle Wirkungen auf – und richtet sich an Einsteiger und bereits Praktizierende:

  • Für Einsteiger: Du erhälst einen generellen Überblick wie vielfältig und tiefgehend Yoga wirkt
  • Für bereits Praktizierende: Die Wirkungen, die du wahrscheinlich schon an dir spürst, werden mit diesem Artikel in größere Zusammenhänge gebracht und durch medizinische und wissenschaftliche Studien belegt

Ich möchte diesen Artikel logisch nachvollziehbar aufbauen und binde hierfür viele weiterführende Links mit ein:

Hier das Inhaltsverzeichnis über die Yoga Wirkung.
Klicke auf den entsprechenden Link unten um zu diesem Abschnitt zu springen (du bleibst damit auf der selben Seite):

Wenn du generell mehr über Yoga erfahren möchtest, lese meine Yoga Komplettübersicht, wo ich alle Aspekte kurz anspreche und dann in extra Artikeln (wie diesem hier) ausführe.

Einführung über die yoga wirkung:

Übersetzt bedeutet Yoga so etwas wie “verbinden”, “vereinigen”.
Das spirituelle “Endziel” ist die Vereinigung unseres menschlichen Geistes mit dem universellen, “göttlichen Geist”.

Ich würde das Ganze jedoch gerne etwas praktischer angehen: Dann bedeutet Yoga die Vereinigung und Harmonisierung von Körper und Geist mit dem Ziel einer verbesserten körperlichen und psychischen Gesundheit (hier mein Artikel über die Definition von Gesundheit)

Wie wirkt Yoga auf den Körper?

Körperliches Unwohlsein ist die häufigste Motivation mit Yoga zu beginnen – und körperliche Wirkungen sind am schnellsten spürbar.

Bei körperlicher Unausgeglichenheit (ein sehr passendes Wort), funktionieren die Organe, Muskeln, Drüsen, Nerven nicht in Harmonie, sondern behindern sich gegenseitig.

Beginnen wir am Anfang – eine Woche täglich Yoga:

Nehmen wir an du beginnst mit einer Woche täglich Yoga – was werden die Folgen sein?

→ Die vielfältigen Positionen sorgen für eine Stärkung und Dehnung sämtlicher Muskeln im Körper

Diese Folgen werden wiederum sein:

  1. Der Gang wird aufrechter und Rückenschmerzen werden vorgebeugt.
  2. Stärkere Muskeln bedeuten, dass jeder einzelne Schritt und jede einzelne Bewegung leichter fallen
  3. Weniger Anstrengung führt zu einem ruhigerem und tieferem Atem
  4. Dies senkt die Herzfrequenz und verbessert die Durchblutung jeder einzelnen Zelle
  5. Der Blutdruck wird gesenkt und die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut verringert sich
  6. Die Verdauung wird verbessert und effizienter (u.a. durch die stärkere Bauchmuskulatur)
  7. Gelenke werden entlastet, durch stärkere Muskeln und eine gesteigerte Körperachtsamkeit

All diese Punkte unterstützen und nähren sich gegenseitig! Deshalb wird die Yoga Wirkung nicht linear, sondern eher exponentiell empfunden!

→ Worum es letztlich geht: Insgesamt steigt unsere Zufriedenheit und Harmonie. Als Kreis dargestellt würden wir hier wieder am Anfang beginnen:

 

Yoga Wirkung auf den Körper
Yoga Wirkung auf den Körper

 

Was genau bringt ein gedehnter Körper?

Oberflächlich betrachtet scheint die Dehnung ein Hauptziel von Yoga zu sein. Tatsächlich geschieht die Dehnung jedoch eher nebenbei und als Mittel zum Zweck.

Was ist also der Zweck?

Der Zweck ist das Lösen von Blockaden, damit unsere Lebensenergie frei fließen kann.
Das ist ein extrem wichtiger Punkt, jedoch rein intellektuell schwer verständlich.

Weniger spirituell könnte man auch sagen: Dehnung verbessert die Muskeldurchblutung – versorgt also Muskeln mit mehr Energie.
Zudem wird so die Regeneration und Entgiftung unterstützt.

Weitere positive Effekte sind:

  • Verspannungen lösen sich (kleine Knoten in Muskeln und Faszien)
  • Muskelverkürzungen werden vorgebeugt
  • Der Muskeltonus wird normalisiert (= Grundspannung der Haltemuskel)
  • Der Bewegungsspielraum wird vergrößert
    → Jeder Schritt kann größer sein
    → Beim “Vertreten” hat man mehr Spielraum bevor Verletzungen vorkommen
    → Im Alltag hat man mehr Bewegungsfreiheit = mehr Lebensqualität!
  • Altersbedingte Einschränkungen finden langsamer statt

Insgesamt führt all dies zu einer natürlicheren Bewegung, wie sie Kinder und Naturvölker hatten und haben. Der Körper ist dafür gemacht sich zu bewegen und nicht zum stundenlangen sitzen auf Stühlen und Toiletten.
Leider ist die westliche Welt sehr unnatürlich geworden.

Ein essentieller Teil der Yoga Wirkung ist es, körperlich, psychisch und spirituell zu mehr Natürlichkeit zurückzufinden!

Wie wirkt Yoga auf die Psyche? 

Angesichts der körperlichen Yoga Wirkungen kristallisieren sich bereits die psychischen Auswirkungen mit heraus:

Ich denke es ist logisch nachvollziehbar, dass stärkere Muskeln, mehr Bewegungsspielraum, ein gerader Rücken, ein ungestörter Blutfluss, eine verbesserte Balance, ein ruhigerer Atem und Herzfrequenz usw. auch auf die Psyche wirken:

Nach meiner Erfahrung sind die psychischen Folgen:

  • Geistige Klarheit und schärfere Sinne
  • Mehr Psychische Belastbarkeit (in Stresssituationen)
  • Konzentration fällt leichter und ist länger möglich
  • Die eigene Willenskraft verbessert sich
  • Man ist eher optimistisch als pessimistisch.

Der positive Kreislauf der yoga wirkung

Und all das strahlt man auch für andere Menschen wahrnehmbar aus.

Sieh dir aufmerksam andere Menschen an, kannst du an ihnen erkennen ob sie klar im Jetzt leben? Ob sie eher optimistisch oder pessimistisch wirken?
Dies ist ein instinktives Wahrnehmen, was jeder an anderen Menschen erkennen kann.

Was folgt daraus?

Wir bekommen positive Rückmeldungen, werden gelobt, angelächelt, öfter angesprochen von Gleichgesinnten – was wir dann auch wieder zurückgeben.
Wir haben Energie um Dinge und Menschen zu bewegen.

Gleiches zieht gleiches an: Wir treffen andere Menschen, die ebenfalls voller Freude und Energie sind. Die ebenfalls Optimisten sind

So kommt ein positiver Kreislauf in Gang, der sich im besten Fall immer weiter hochschaukelt und das Potential hat, das eigene Leben grundlegend zu verändern.

Die Aktivierung des Parasympathikus

Wie oben schon beschrieben beruhigt Yoga Herz und Atem. Zusätzlich hat Yoga einen direkten Einfluss auf das vegetative Nervensystem, besonders auch den Parasympathikus.
Dieser wird auch als “Ruhenerv” bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Erholung und dem Aufbau körpereigener Reserven dient.

Bei der Verdauung beispielsweise sollte der Parasympathikus aktiviert sein. Ist dies nicht der Fall, dauert die Verdauung erheblich länger. Wir fühlen uns länger voll und träge und ziehen zudem weniger Nährstoffe aus der Nahrung.

Stress- und belastungsbedingte Körperfunktionen unterliegen dem Sympathikus Nerv. Dieser wird aktiviert bei tatsächlicher oder gefühlter (!) Belastung.
Der Sympathikus Nerv ist quasi das Gegenstück zum Parasympathikus und ist für den Flucht-oder-Angriffsmodus verantwortlich.

Einer der Hauptunterschiede zwischen der Yoga Wirkung und vielen (Kraft-)Sportarten ist, dass Yoga den Parasympathikus aktiviert, viele andere Sportarten jedoch den Sympathikus.

Daher kommt das entspannte Gefühl nach einer Yoga Stunde, trotz der Konzentration und trotz der auch vorhandenen körperlichen Belastung währenddessen.

Das Schöne daran: Körperliche Entspannung führt zu geistiger Entspannung und umgekehrt!

Und noch etwas sehr vorteilhaftes erwächst daraus: Wir “erziehen” unser Unterbewusstsein, den Parasympathikus öfter zu aktivieren und verknüpfen Yoga so ganz direkt mit gefühlter Entspannung.
Nach mehreren Wochen (die Zeit, die das Unterbewusstsein braucht um zu lernen) reichen dann bereits wenige Minuten Yoga aus um den Parasympathikus zu aktivieren.

Yoga wirkt wie ein Stimmungsaufheller

Hierfür untersuchte man die GABA-Neurotransmitter Konzentration, welcher die Stimmung hebt und Angst entgegenwirkt.
In einer Studie der Universität Bosten hat eine Gruppe über 12 Wochen drei mal pro Woche Yoga praktiziert – eine Kontrollgruppe machte in dieser Zeit einen Spaziergang.
Währenddessen und danach untersuchte man chemische Stoffe im noch lebenden Gewebe und fand heraus, dass deren GABA Konzentration um 27% gestiegen ist (im Vergleich zur Kontrollgruppe).
Dies bestätigten auch die Menschen der Yoga Gruppe: Sie fühlten sich besser, glücklicher und spürten eine Verringerung von Angstgefühlen.

GABA Konzentration vor und nach Yoga
GABA Konzentration vor und nach Yoga

Dies erklärt auch warum Yoga depressiven Menschen hilft und auch eingesetzt wird.

Weitere psychische Wirkungen:

  • Stimmt uns Lebensbejahend, Zuversichtlich
  • Steigert den Optimismus
  • Hilft bei Burnout, Depressionen und Angstzuständen, Schizophrenie usw
  • verbessert den Schlaf / erleichtert Einschlafen
  • Erhöht die Empathie, das Mitgefühl gegenüber Mensch, Tier und Umwelt

Es zeigt sich sehr deutlich, wie umfassend Yoga wirkt.
Yoga ist eine holistische Lehre, eine “Ganzheitslehre”, die alle Aspekte unseres Mensch-Seins miteinbezieht und sich bewusst ist, dass man nicht einen Teil des Ganzen ändern kann, ohne damit das Ganze zu ändern.
Mit anderen Worten: Alles ist mit allem verbunden und darauf basiert die Yoga Wirkung.
Das ist ein schöner Übergang zur Frage…

Was bewirkt Yoga spirituell?

Spiritus = “Geist, Hauch” bzw. spiro = “ich atme”.

Wie oben beschrieben, ist das eigentliche “Ziel” von Yoga die Vereinigung unseres menschlichen Geistes mit dem universellen, “göttlichen Geist” – was auch Erleuchtung genannt wird.

Aber ich bin praktisch orientiert und möchte es daher lebensnaher und verständlicher schildern.

Vereinigung von entgegengesetztem zu einem Ganzen

Yoga strebt immer danach Harmonie herbeizuführen.
Harmonie bedeutet “Einklang”, “Übereinstimmung”, “Ebenmaß” und hat griechische und indogermanische Sprachwurzeln: Herk = Vereinigung von entgegengesetztem zu einem Ganzen.

Und dies bringt es sehr schön auf den Punkt, wobei das Entgegengesetzte nur die zwei Seiten einer Medaille sind und sich von vornherein gegenseitig bedingen und nichts getrennt ist, ein paar Beispiele:

  • Körper und Geist sind nicht getrennt, sondern sollten zusammen als EINheit funktionieren
  • Was oben reinkommt (Essen) kommt unten wieder raus (Ausscheidungen)
  • In unserem Darm gibt es eine für uns lebensnotwendige Wechselwirkungen mit Milliarden von Bakterien und Pilzen
  • Was geistig hereinkommt (Inspirationen, “Input”) kommt auch wieder heraus (Tat, “Output”)
  • Wenn du schlechte Stimmung an einen anderen Menschen weitergibst, gibt er diese wiederum an weitere Menschen weiter, eventuell landet diese Stimmung über Umwege wieder bei dir
  • Mensch und Tier und Pflanze und Erde sind nicht getrennt, sondern bedingen sich gegenseitig
  • Unser Planet Erde ist eingebunden in größere Zyklen zusammen mit Mond, Sonne, Milchstraße und auch anderen Galaxien

Spirituelle Harmonisierung

Dies ist mit Harmonisierung gemeint: Alles funktioniert “runder”, effizienter, müheloser und unterstützt und nährt sich gegenseitig – in dem Wissen, dass alles mit allem verbunden ist

So ist mehr Energie vorhanden und gleichzeitig wird weniger Energie verbraucht!! (alle effizient funktionierenden Systeme verbrauchen weniger Energie als uneffiziente).

Der Spirituelle Pfad

Selbst wenn du nur körperlichen Yoga (Asanas) übst, begibst du dich automatisch auf diesen Pfad, anfangs ohne es zu merken – und das ist das schöne daran, denn mit rein bewusster Entscheidung würden sich ansonsten weit weniger Menschen auf diesen Pfad begeben.

Die Kombination aus Körperübungen, Atemübungen, Mantras, Mudras, Tiefenentspannung lässt dich nach und nach tiefere Aspekte spüren – z.B. deine Lebendigkeit in dir, ohne sagen zu können wo genau sie sitzt.

Du brauchst dich darum gar nicht zu kümmern, du brauchst nicht darüber nachzudenken.
Es genügt Yoga zu üben, lass den Rest von alleine geschehen.

Schlussgedanken

Mein Ziel mit diesem Artikel war es, die vielfältigen Yoga Wirkungen in einen Zusammenhang zu bringen – ohne dabei in unlogische, reine Behauptungen abzudriften.
100%ig beweisen lassen sich manche Dinge trotzdem nicht, da sie persönlicher Erfahrung entspringen.
Daher lege ich allen Lesern nahe, falls noch nicht geschehen, Yoga einfach selbst auszuprobieren. Hier mein Artikel, warum ich denke, dass jetzt eine besonders gute Zeit ist mit Yoga anzufangen.

Ich empfehle mindestens eine Woche täglich, denn das ist spürbarer als zwei Monate lang jede Woche nur einmal!

Jetzt bist du dran: Hast du noch Anmerkungen zu diesem Artikel? Vorschläge oder Kritik? Schreibe einen Kommentar und ich werde jede Frage beantworten soweit mein Wissen es erlaubt 😉

Danke für deine Aufmerksamkeit.

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