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Einführung

Yoga Geschichte

Yoga im 21. Jahrhundert

Yoga Stile

Yoga Wirkung

Einführung

Yoga ist weit mehr als bloße Dehnung, auch wenn es von außen betrachtet so scheint.

Die Geschichte reicht mindestens 6000 Jahre zurück. In Stein festgehaltene Figuren in Yoga Positionen und überlieferte Texte zeugen von dieser Geschichte.

Nach klassischen Überlieferungen besteht Yoga aus acht Teilen:

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt

2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst

3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper

4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem

5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen

6. Dhãranã – Konzentration

7. Dhyãna – Meditation

8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit

Die Körperstellungen sind also nur einer von acht Teilen.
Trotzdem ist dieser Teil ein wunderbarer Startpunkt, dazu später mehr.

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Was bedeutet Yoga übersetzt?

Übersetzt bedeutet Yoga so etwas wie „Verbinden, Anbindung, zusammenbinden“

Verbinden womit?

Letztlich geht es darum zu erkennen, dass wir eins sind mit der Natur.

Alles ist mit allem verbunden.
Entspannung im Körper sorgt für Entspannung im Geist – oder umgekehrt Entspannung im Geist führt zu Entspannung im Körper.
Das wiederum führt zu Gesundheit, innerem Friede und Ausgeglichenheit.
Das sorgt für mehr Selbstbewusstsein, mehr Stabilität, Selbstvertrauen.
Und das lindert Zukunftsängste, depressive Stimmungen, Wut.

Gesundheit und inneres Glück erfahren wir, wenn unser Körper (Organe, Muskeln, Nerven, Drüsen usw.) und Geist (Gedanken, Willenskraft usw.) in Einklang und Harmonie zueinander stehen.
Einer der bekanntesten Yoga Lehrer des 20. Jahrhunderts, Swami Sivananda Saraswati, beschreibt Yoga wie folgt:
„…Integration und Harmonie zwischen Gedanke, Gefühl und der Tat; oder anders gesagt zwischen Kopf, Herz und Hand.“

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Gründe & Motivationen mit Yoga anzufangen

Heutzutage beginnt die Motivation mit Yoga anzufangen für die meisten Menschen aus körperlichen und/oder gesundheitlichen Gründen.

Der körperliche Aspekt ist ein einfacher und naheliegender Einstieg in die Yoga Praxis, bei dem man schnell Erfolge sieht und spürt.
Später kommt man ganz von alleine in tieferliegende Schichten und spirituelle Aspekte des Yoga. Und wer das nicht möchte, praktiziert weiterhin für körperliche Fitness – und das ist vollkommen in Ordnung!

Ausführlichere körperliche und geistige Gründe mit Yoga zu beginnen, findest Du in diesem Artikel:
Mit Yoga anfangen: Warum jetzt eine besonders gute Zeit ist

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Das Ziel von Yoga

Das Ziel von Yoga leitet sich aus der ursprünglichen Bedeutung ab (Übersetzt: Verbinden, Anbinden).

Es geht um das Erkennen der Dualität, um das Eins-werden, um das Verständnis großer Zusammenhänge und Verstehen unserer Rolle als Mensch:

  • Erkennender und Erkanntes werden eins
  • Mensch und Natur sind untrennbar verbunden, denn sie bestehen aus den selben Stoffen und durch sie fließt die selbe Energie
  • Körper und Geist sind eins und wechselwirken
  • Alles ist Schwingung und alles hat zwei Seiten und schwingt von einem Pol zum anderen
  • Was du gibst, bekommst du zurück

…sind einige (philosophische)  Folgerungen dieses Verständnisses.

Die alt-indische Sichtweise ist, dass das individuelle Bewusstsein mit dem kosmischen Bewusstsein eins wird.

Letztlich ist das bedeutungsgleich – nur anders ausgedrückt.

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Yoga Geschichte

Eines Vorweg: Es ist sehr schwer sich wirklich  sicher zu sein, wenn Ereignisse Jahrtausende zurück liegen. Zudem sind dies sehr komplexe Themen, die Bücher füllen.
Insofern gebe ich hier kurze Über- und Einblicke, ohne zu behaupten, dies sei die eine feste Wahrheit.
Wer tiefer einsteigen will, sollte selbst recherchieren.

Die früheste, nachweisbare Darstellung von Yoga Symbolen und Stellungen fanden sich bei Ausgrabungen in Harappa im heutigen Pakistan – diese sind ca. 5000 Jahre alt!
Es ist also gut möglich, dass Yoga tatsächlich noch viel älter als 5000 Jahre ist – die wahren Ursprünge kennt niemand so genau.

Später verschmolz diese Ur-Kultur mit Einwanderern aus dem Indogermanischen Raum. Erst nach dieser Verschmelzung wurden die bis heute bekannten Werke geschrieben: Mahabharata, die Veden, die Upanishaden, die Yoga Sutras von Patanjali und weitere.

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Das Schüler – Lehrer Verhältnis

Über Jahrtausende wurde die Yoga Lehre in einem vertrauten Schüler – Lehrer Verhältnis weiter gegeben, meist nur mündlich.
Selbst in Indien gingen nur wenige Menschen diesen Pfad. Man sagte, dass erst das weltliche Leben (Ehe, Arbeit, Kinder) gegangen werden solle, sodass man sich danach ganz der spirituellen Praxis hingeben kann.

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Früher Einfluss auf westliche Philosophie

Alexander der Große begegnete indischen Asketen auf seinen Reisen und Feldzügen. Er nannte sie “Gymnosophisten; griechisch: “Nackte Weise”).
Auch Sokrates´ Philosophie war beeinflusst von indischem Denken – und somit auch alle Philosophen, die Sokrates inspirierte.
Auch Jesus sagt man nach, dass er in seinen jungen Jahren nach Indien reiste

Yoga im 21. Jahrhundert

Das traditionelle Schüler – Lehrer Verhältnis änderte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Lehrer erkannten, dass diese Vorgehensweise an die heutige Zeit angepasst werden sollte. Sie haben es Interessierten ermöglicht Yoga in Theorie und Praxis zu üben, ohne sich dem voll und ganz hinzugeben. Sie haben Yoga an die Schnelllebigkeit und Anforderungen unserer Zeit angepasst.

Langsam kam Yoga auch in den Westen herübergeschwappt, als in den 60er Jahren westliche, spirituell suchende Menschen nach Indien gingen und umgekehrt auch indische Gelehrte in die ganze Welt reisen konnten.

Die Lehrer passten Yoga an die “modernen Körper” an und verstärkten den Fokus auf die körperlichen Übungen. Ursprünglich waren die körperlichen Übungen eher eine Vorbereitung auf langes meditieren (sodass man gemütlich, lange sitzen und Energie im Körper frei fließen konnte) und nicht als Stressabbau oder Rückentraining gedacht.
Auch nahmen früher Atemübungen und körperliche Reinigungen (z.B. in Form von Spülungen) eine größere Rolle ein.

Trotzdem stehen auch diese Wege auch heute allen Menschen offen. Abgeschiedenheit in Ashrams ist heute ebenso möglich wie offene Klassen zur Entspannung oder zur Stärkung.
Hinzu kommen neue Yoga Stile wie Acro Yoga un Aerial Yoga.
Diese Anpassungen haben Yoga zu einem Massenphänomen werden lassen.

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Ist Yoga nur ein Trend?

Ein Trend ist eine “grundsätzliche Richtung, in die sich etwas entwickelt”. Dauerhaft kann sich aber nichts in nur eine Richtung entwickeln, genauso wie Pflanzen nicht für immer wachsen können.

Insofern ist Yoga ein Trend, der sich irgendwann auch wieder abschwächen und umkehren wird.

Ich denke, der Yoga Trend hat seinen Ursprung im immer größer werdenden Druck auf der anderen Seite der Medaille: Durch körperliche Untätigkeit und psychischen Stress entstand eine Art Druck auf die Menschen, etwas dagegen zu tun, nach Auswegen zu suchen.

Dieses Muster findet lässt sich sehr häufig erkennen: Wächst die eine Seite der Medaille, so wächst auch die andere (ein weiteres aktuelles Beispiel: Die Ablehnung gegen den Staat und der Freiheitsdrang wächst, weil der Staat immer präsenter und einschränkender wird).

Wenn die Menschen in Zukunft körperlich gesünder und psychisch stabiler und entspannter sind, dann wird der Yoga Trend wahrscheinlich zu Ende sein.

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Yoga Stile

Folgt noch…

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Hatha Yoga

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Kundalini Yoga

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Yin Yoga

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Yoga Wirkung

Die heilende Wirkung basiert, kurz gesagt, vor allem auf drei Säulen:

  • Harmonisierung von Körper und Geist
  • Entspannung des Körpers (Aktivierung des “Erholungsnervs” Parasympathikus)
  • Freieres Fließen der Energie im Körper u.a. durch den Abbau von Giftstoffen

Hier findest du den kompletten Artikel über die körperliche, psychische und spirituelle Yoga Wirkung.

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Wie wirkt Yoga auf den Körper?

Die körperliche Wirkung ist vielfältig und beginnt bei einer Stärkung und Dehnung sämtlicher Muskeln im Körper, fördert so einen aufrechten Gang und beugt Rückenschmerzen vor.
Da in der Folge jede Bewegung leichter fällt, beruhigt sich insgesamt die Atemfrequenz und so auch die Herzfrequenz.
Gleichzeitig verbessert sich die Durchblutung und der Cholesterinspiegel sinkt – was z.B. Schlaganfällen vorbeugt.
Die Verdauung wird verbessert und effizienter.

Dies ist mit Harmonisierung gemeint: Der Körper als Ganzes funktioniert “runder”, effizienter, müheloser.

So ist mehr Energie vorhanden und gleichzeitig wird weniger Energie verbraucht (alle effizient funktionierenden Systeme verbrauchen weniger Energie als uneffiziente).

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Wie wirkt Yoga auf die Psyche?

Bei den körperlichen Effekten kristallisieren sich bereits die psychischen Auswirkungen mit heraus:

Mit stärkeren Muskeln, geradem Rücken, ungestörtem Blutfluss, guter Balance usw. fällt es eben leichter geistig klar zu sein, ist man psychisch belastbarer, kann die Konzentration länger aufrecht erhalten, ist man eher optimistisch als pessimistisch.
Unser System schüttet Glückshormone aus. Wir sind glücklicher und zufriedener!

Der positive Kreislauf

Und all das strahlt man auch für andere Menschen wahrnehmbar aus.
Was folgt daraus? Wir bekommen positive Rückmeldungen, werden gelobt, angelächelt – was wir dann auch wieder zurückgeben.
Wir haben Energie um Dinge und Menschen zu bewegen. Gleiches zieht gleiches an: Wir treffen andere Menschen, die ebenfalls voller Freude und Energie sind.

So kommt ein positiver Kreislauf in Gang, der sich im besten Fall immer weiter hochschaukelt und das Potential hat, das eigene Leben grundlegend zu verändern.

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Was bewirkt Yoga spirituell?

Spirit = der Geist; spiro = ich atme;

Spirituelle Erkenntnis kann vieles bedeuten, je nachdem wo man selbst steht – hier einige Beispiele:

  • Zu erkennen, dass wir mehr sind als der physische Körper
  • Zu erkennen, dass wir eins sind mit der Natur, die selbe Energie als Antrieb haben
  • Uns nicht mehr so sehr mit der Stimme im Kopf zu identifizieren
  • Die Dualität (= die Zweiheit, die Spaltung) zu erkennen, die uns vom spirituellen Eins-werden abhält
  • Eigene Konditionierungen erkennen und eventuell ändern
  • Die Kontrollmechanismen des Systems durchschauen (denn das hat viel mit dem Erkennen von Dualität und Konditionierungen zu tun)

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