Strategie und Taktik: Der Unterschied

28. August 2018
Hier geht es um den Unterschied zwischen Strategie und Taktik; und darum wie du dieses Wissen in Bezug auf dein Leben (oder Lebensvision) anwenden kannst.

Warum die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik wichtig ist

Umgangssprachlich werden Strategie und Taktik manchmal verwendet als wären sie Synonyme.
Doch das sind sie nicht: Sie sind eher wie Partner die gemeinsam eine Synergie ergeben.

Unsere Sprache hat sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte zu etwas sehr komplexem entwickelt – und das ist gut so.

So wie wir sprechen denken wir auch. Also eine vielseitige Sprache fördert kreatives Denken. Deshalb ist es wichtig, Begriffe zu verstehen und richtig anzuwenden.

Lesen oder sehen?

Auf meinem YouTube Kanal gibt es auch ein Video zu diesem Thema – du hast die Wahl: Lesen oder Video?

Strategie Definition

Um Begriffe besser zu verstehen lohnt es sich meist die bloße Wortherkunft zu betrachten.

Das Wort Strategie kommt aus dem griechischen. Es hatte ursprünglich militärische Bedeutung und zwar „Feldherrentum, Feldherrenkunst“.
Oder auch: „Die Art und Weise das Heer ins Feld zu führen“.
Genaue wörtliche Übersetzungen sind bei alten Begriffen oft schwer möglich.

→ Die strategische Planung legt einen Handlungsrahmen zur Erreichung eines Ziels fest, der sich an einem langfristigen Zeitrahmen orientiert.

  1. Strategien sind langfristig
  2. Strategien sind zielorientiert

Aktuelle Beispiele für Strategien sind:

  • VW´s Strategie ist es, der größte Autobauer der Welt zu sein
  • Das strategische Ziel beim Schach ist es, den gegnerischen König matt zu setzen
  • Die Strategie der USA ist es die Weltmacht zu bleiben

Taktik Definition

Taktik kommt auch aus dem altgriechischen (taktika) und bedeutet „die Kunst ein Heer in Schlachtordnung zu stellen“

Taktische Entscheidungen sind den strategischen Zielen untergeordnet.

  1. Taktiken sind Mittel um das strategische Ziel zu erreichen
  2. Taktiken sind wandelbar (passen sich an die Umstände, dem Zeitgeist an)

Taktische Beispiele für obengenannte Strategie Beispiele sind:

  • VW nutzt Werbung, gefälschte Abgaswerte, Lobbyarbeit usw.
  • Die Taktiken des Schachspielers sind einzelne Züge oder Zugfolgen um das langfristige ziel „Schachmatt“ zu erreichen
  • Taktiken der USA sind u.a. Handelskriege, Ressourcen Ausbeutung, den Dollar als Weltleitwährung beizubehalten usw.

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Strategien und Taktiken im Zusammenspiel

Die Strategie ist die Feldherrenkunst allgemein, während die Taktik nur eine einzige Schlacht ist.

Man kann sagen, dass „Strategie“ und „Ziel“ durchaus verwandte Begriffe sind:

Und diesem Ziel muss man sich zunächst einmal bewusst werden.

Arnold Schwarzenegger sagte, das beste Schiff der Welt bringt gar nichts, wenn man kein Ziel hat – dann wird es für immer planlos auf dem Meer herumtreiben.

Er hatte viel Erfolg (hier mein Artikel zur Wortdefinition von Erfolg) im Leben, da er sich als ersten Schritt bewusst wurde, wohin sein Schiff (also sein Leben) segeln soll.

Erst im zweiten Schritt kann man dann über Taktiken nachdenken, die zur Erreichung des Ziels beitragen.

Der dritte Schritt ist dann, die Ergebnisse aus dem zweiten Schritt zu betrachten und wenn nötig Veränderungen vorzunehmen:

Es sollte also ein steter Kreislauf sein aus ausprobieren und Anpassung.

 

Ein Punkt ist hier nicht aufgeführt und ist doch der entscheidenste:
Überhaupt ins Tun zu kommen und die Disziplin zu haben. Doch das ist ein anderes Thema 😉

Dieses Wissen anwenden: Deine Strategie und Taktik?

Das Militär und moderne Unternehmen sind sich ihrer Strategien jederzeit voll bewusst und in ihren Taktiken flexibel.

Ebenso kannst auch du handeln. Mache diese Übung am besten schriftlich:

1. Bewusstwerdung

Was ist deine langfristige „Strategie“ (deine Vision oder Ziel).
Wie soll dein Leben aussehen in 10 oder 20 Jahren?
Diese Vision ist dein „roter Faden“, an dem du dich immer entlanghangeln kannst.
Wichtig ist hier erstmal keine Grenzen zu setzen – also so zu tun als sei alles möglich

2Stärkung der Motivation

Warum willst du genau das? Wie wirst du dich fühlen nach Erreichen deiner Ziele?
Visualisiere dies so intensiv wie möglich und am besten täglich einige Minuten lang.

3. Der Weg (die Taktiken)

Frage dich, was du alles tun kannst um deine Vision in die Realität umzusetzen.
Dies sind deine „Taktiken“.
Brainstorme hier. Was kannst du alles tun? Jeder noch so kleine Schritt ist es wert, notiert zu werden.
Und sei dir bewusst, dass auch der Weg Teil des Ziels ist. Auch der Weg soll Spaß machen und dich erfüllen.
Also was kannst du alles tun an Teilschritten? Und wie machen diese Teilschritte Spaß? 

4. Ziele unterteilen

Langfristige Ziele sollten in Zwischenschritte aufgeteilt werden. Dabei sollte jeder Schritt klar messbar sein, um den eigenen Fortschritt zu überprüfen.

Beispiel: Du willst in 20 Jahren ein Haus am Strand von Hawaii haben.
Letztlich ist das eine Frage des Geldes. 
Also sollte man recherchieren und überlegen wie viel Geld du circa brauchen wirst.
Sagen wir einfach mal 200 000 Euro.
Das wären also pro Jahr 10 000 Euro.
Geschickt angelegt wird sich dieses Geld sogar noch vermehren, aber um Puffer zu haben bleiben wir einfach bei 10k / Jahr.
Das ist also ein genau zeitlich festgelegtes und nachprüfbares Zwischenziel. 

Die Taktiken, die du dir überlegst, sollten also daraus abzielen, wie du genügend Geld sparen kannst.

5. Immer wieder überprüfen

Diesen Schritt brauchst du nicht jetzt aufzuschreiben, sondern während des Prozesses immer wieder (etwa alle paar Monate oder einmal im Jahr).

Führen dich deine Taktiken wirklich an dein strategisches Ziel? 
Was kannst du verbessern?
Welche sind die Hindernisse? 

Natürlich kann man zu Beginn nicht mit den perfekten Taktiken aufwarten. Dies ist ein Prozess der für immer anhält, da auch die Welt und die Umstände nie gleich bleiben.

Wichtig hier ist es radikal ehrlich zu sein, auch wenn es weh tut.

Das war eine kurze Erläuterung der Begriffe Strategie und Taktik sowie deren Unterscheidung –  und der Bezug zu deinem Leben, deiner Vision.

Danke für deine Aufmerksamkeit.

Manuel Weber

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