Was bewirkt Berührung? | 5 Studien vorgestellt

5. Februar 2021

Das Bedürfnis nach Berührung ist tief in uns verankert.

Doch was bewirkt Berührung genau?

Einerseits chemisch im Gehirn, andererseits subjektiv im eigenen Gefühl.

Die positiven Effekte von Körperkontakt und Umarmungen sind wissenschaftlich untersucht.

Daher stelle ich in diesem Artikel kurz fünf Studien vor, in denen deutlich wird, dass körperliche Nähe glücklich und gesund macht.

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Über Manuel Weber:

Yogalehrer, Youtuber, Querdenker, Optimist & Rebell.

Worum es hier geht:
In jedem Menschen steckt so viel Energiepotential. Doch um das abzurufen müssen wir unsere Blockaden lösen: Glaubenssätze, Konditionierungen, Ängste, Traumata
- und gleichzeitig Körper und Geist stärken.

Bewusstsein & Kraft vereint.

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1. die Elektroschock Studie

In diesem Experiment, bei dem 20 Paare teilnahmen, war der Mann unangenehmen Elektroschock ausgesetzt.

Wenn die Frau währenddessen den Arm des Mannes berührte, zeigte ihr Gehirn eine verringerte Aktivität in der Amygdala (das Angstzentrum), als auch eine erhöhte Aktivität in der „ventrale Striatum“.

Das ist eine belohnungsbezogene Region, die auch am Verhalten der Mutter beteiligt ist.

Ähnliche angst- und stressmindernde Effekte waren auch im Gehirn des Mannes zu beobachten.

Ergebnis der Studie in einem Satz:

„Die Ergebnisse legen nahe, dass das Geben von Unterstützung nicht nur für den Empfänger, sondern auch für den Geber von Vorteil sein kann.“

Quelle:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22071630/

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2. Seltener krank

Körperkontakt führt auch zu mir Gesundheit .

In einer Studiemit 400 Teilnehmern fand man heraus , dass Menschen, die regelmässig Körperkontakt mit anderen Menschen haben seltener krank werden und wenn sie krank werden die Symptome weniger stark ausgeprägt sind:

„Die wahrgenommene Unterstützung wurde anhand eines Fragebogens bewertet, und der tägliche zwischenmenschliche Konflikt und der Erhalt von Umarmungen wurden an 14 aufeinander folgenden Abenden durch Telefoninterviews bewertet.“

Anschließend wurden die Teilnehmer einem Virus ausgesetzt, der eine Erkältung verursacht, und in Quarantäne überwacht, um die Anzeichen von Infektionen und Krankheiten zu beurteilen.“

Teilnehmer, die angaben viel soziale Unterstützung zu haben, waren ca. 32% resistenter gegenüber dem Virus, als die Menschen, die weniger Unterstützung (und möglicherweise mehr sozialen Konflikt) ausgesetzt waren.

Es ist natürlich schwer zu beurteilen, ob sozialer Kontakt resistenter macht – oder sozialer Stress anfälliger. Das überlasse ich der Interpretation der Leser 🙂

So oder so, das Ergebnis ist interessant.

Quelle:
https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0956797614559284

 

3. die händchen-halten-studie

Daher ist auch die dritte Studie wenig überraschend.

Insgesamt 200 Erwachsene sind in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe hielt für 10 Minuten Händchen, gefolgt von 20 Sekunden Umarmung – während sie ein romantisches Video ansahen.

Die zweite Gruppe saß einfach schweigend, berührungslos zusammen – für insgesamt zehn Minuten und 20 Sekunden.

Anschließend untersuchte man beide und fand heraus, dass die erste Gruppe einen niedrigeren systolischen Blutdruck, einen diastolischen Blutdruck und einen Anstieg der Herzfrequenz im Vergleich zur Gruppe ohne Kontakt.

„Diese Ergebnisse legen nahe, dass liebevolle Beziehungen zu einem unterstützenden Partner zu einer geringeren Reaktivität auf stressige Lebensereignisse beitragen und teilweise den Nutzen der ehelichen Unterstützung für eine bessere kardiovaskuläre Gesundheit vermitteln können.“

Quelle:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15206831/

4. Oxytocin - das kuschelhormon

Bei der vierten Studie geht es um Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon.

Wenn wir uns Umarmen, kuscheln, streicheln und so weiter Steigt das Oxytocin level , was wiederum mit verminderten Stresshormonen einhergeht und erhöhter Zufriedenheit.

Interessanterweise schwankt Oxytocin bei Frauen stärker als bei Männern . Der stärkste Anstieg beim Oxytocin level ist zu beobachten, wenn Frauen ihre Kinder in den Armen halten.

Hinzu kommt, dass das Oxytocin-System bei Babys unterschiedlich stark ausgeprägt ist und sich insgesamt besser entwickelt, wenn Eltern mehr mit ihren Kindern spielen.

18 Monate alte Kinder mit niedrigeren Oxytocinrezeptorwerten waren auch „temperamentvoller und weniger ausgeglichen.“

Quellen:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21250892/

https://www.mpg.de/14010648/1016-nepf-132884-mothers-behavior-influences-bonding-hormone-oxytocin-in-babies

 

5. Studie - verminderte Urangst

Bei der fünften und letzten Studie, die ich vorstellen möchte, geht es um Angst, genauer gesagt um unsere Urangst – die Todesangst.

Der Experimentleiter , gab den (unwissenden) Teilnehmern einen Fragebogen.

Einige der Teilnehmer berührte er dabei sanft mit der Handfläche auf dem Schulterblatt für circa eine Sekunde.

Bei der Auswertung der Fragebögen , stellt man fest, dass die Berührten weniger Todesangst angaben, als die Unberührten.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen durch zwischenmenschliche Berührung immer noch existenzielle Sicherheit finden können, selbst wenn keine symbolische Bedeutung vorliegt, die sich aus religiösen Überzeugungen oder Lebenswerten ergibt“

Quelle

Fazit

Dass Berührung gut tut wird niemanden überraschen – wir wissen es bereits, da wir es unser Leben lang gespürt haben.

Was bewirkt Berührung?

Zusammengefasst:

 

  • Weniger Stress in herausfordernden Zeiten oder Situationen
  • Ein stärkeres Immunsystem
  • niedrigeren Blutdruck
  • Mehr Ausgeglichenheit (auch bei 18 Monate alten Babys)
  • Weniger Angst

Diese Liste ließe sich noch ausbauen 😉

Was bewirkt Berührung?

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